Rentenantrag

Der Rentenantrag ist Grundvoraussetzung für den Bezug der Rente

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Antragsformular

Die gesetzliche Rente wird nicht automatisch mit Erfüllung ihrer Voraussetzungen gezahlt. Vielmehr ist ein Antrag erforderlich. Der Antrag kann zunächst formlos gestellt werden. Anschließend muss allerdings das offizielle Antragsformular ausgefüllt werden. Dieses erhält man direkt bei dem entsprechenden gesetzlichen Rentenversicherungsträger oder auch in der Gemeindeverwaltung.

Bevor man natürlich einen Antrag stellt, muss man sich darüber klar sein, welche Rente man beantragen will, das es für die unterschiedlichen Renten unterschiedliche Voraussetzungen gibt. So gibt es Frührenten mit und ohne Abschläge, die reguläre Altersrente, Erwerbsminderungsrente oder Rente für (besonders) langjährig Versicherte. Nachfolgend ein kleiner Überblick:

Unterschiedliche Voraussetzungen für den Rentenantrag

RenteAlternotwendige BeitragsjahreAbschläge
Regelaltersrente65 + x Monate5nein
Besonders langjährig Versicherte63 + x Monate45nein
Langjährig Versicherte6335ja
Frauen bis Jg. 19516015ja
Erwerbsminderungaltersunabhängig5ja
Schwerbehinderte6335nein
Nach Altersteilzeit /
Arbeitslosigkeit (bis Jg 1951)
6315ja
Hinterbliebene45 + x Monate5nein

Antragsfrist

Der Rentenantrag sollte drei Monate vor Erreichen der Altersgrenze bzw. dem geplanten Rentenbeginn eingereicht werden, damit genügend Zeit zur Bearbeitung vorhanden ist. Stellt man den Antrag später, so ist es möglich, dass er zum geplanten Rentenbeginn noch nicht beschieden ist. Dadurch verliert man jedoch kein Geld; man erhält die Rente rückwirkend nachgezahlt. Eine rückwirkende Zahlung erfolgt jedoch nur für maximal drei Monate. Stellt man den Rentenantrag erst später als drei Monate nach Rentenbeginn, so wird die Rente erst ab Antragszugang gezahlt.

Bei Hinterbliebenenrenten muss der Rentenantrag innerhalb einer Ausschlussfrist von 12 Monaten nach dem Tod des Versicherten gestellt werden.

Bestätigungen

Der formelle Rentenantrag erfordert auch, dass einige Tatsachen bestätigt werden. Ist man noch berufstätig, so muss der Arbeitgeber den voraussichtlichen Verdienst bis zum Rentenbeginn angeben. Arbeitgeber können eine solche Bestätigung für maximal 4 Monate im Voraus abgeben.

Bezieht man Krankengeld oder Arbeitslosengeld, so muss entweder die Krankenkasse oder die Arbeitsagentur die voraussichtlichen Leistungen bis Rentenbeginn bestätigen.

Im Rahmen des Rentenantrags überprüft die Krankenkasse, ob der Antragsteller weiter Mitglied bleiben kann, entweder im Rahmen einer Pflichtmitgliedschaft oder im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung.

Versicherungsamt der Gemeinde hilft

Das Rentenantragsformular muss man nicht allein ausfüllen. Man kann sich auch einen Termin beim Versicherungsamt der Wohnsitzgemeinde geben lassen. Der dortige Sachbearbeiter füllt dann den Antrag zusammen mit dem Antragsteller aus und übermittelt ihn an den Rentenversicherungsträger. Eine Gebühr fällt hierfür nicht an.

Alternativ besteht die Möglichkeit einen Rentenberater hinzuzuziehen. Dessen Dienste muss man allerdings selbst vergüten.

Rentenbescheid

Am Ende des Rentenantragsverfahrens stehen der Rentenbescheid und die Rentenzahlung des Rentenversicherungsträgers. Ist man mit dem Bescheid und der Rentenhöhe nicht einverstanden, so kann man hiergegen Widerspruch beim Rentenversicherungsträger einlegen. Hilft dieser dem Widerspruch nicht ab, so steht der Weg einer Klage vor dem Sozialgericht offen. Widerspruch und Klage müssen jeweils innerhalb einer Ausschlussfrist von einem Monat nach Zugang des entsprechenden Bescheids erhoben, dass heißt beim Rentenversicherungsträger bzw. beim Gericht eingegangen sein.

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