Der Versicherungsverlauf als Grundlage der Rente

Der Versicherungsverlauf zeigt die Einträge des eigenen Rentenkontos, also die Beitragszeiten sowie die gesondert registrierten Zeiten für jedes Kalenderjahr. Die Rentenversicherungsträger schicken einen Versicherungsverlauf mit den Renteninformationen automatisch in regelmäßigen Abständen. Man kann einen Versicherungsverlauf aber auch anfordern.

Zeiten

Der Versicherungsverlauf muss mit dem eigenen Lebenslauf verglichen werden. Decken sich die Schulzeiten, Ausbildungszeiten, Zeiten von Studium, Wehr- oder Freiwilligendienst? Man sollte prüfen, ob die Höhe und die Zeiten der im Verlauf vermerkten Zeiten korrekt ist.

Lücken

Stellt man einen Fehler im Versicherungsverlauf fest, so sendet man eine beglaubigte Kopie des Originaldokuments, beispielsweise ein Schulzeugnis, an den Rentenversicherungsträger. Der Rentenversicherungsträger korrigiert daraufhin den Versicherungsverlauf.

Sind Unterlagen strittig, werden sie also vom Rentenversicherungsträger nicht anerkannt, so wird dies in einem Bescheid festgehalten. Gegen diesen Bescheid kann man rechtlich vorgehen.

Hat man keine Unterlagen mehr, um Beitrags- oder andere Zeiten nachzuweisen, so kann man sich vom Arbeitgeber eine Bescheinigung über die Beschäftigung und den Verdienst ausstellen lassen. Gibt es den Arbeitgeber nicht mehr, kann man sich an die Krankenkasse wenden, da sie die Stelle ist, die die Rentenbeiträge einzieht. Hat der Arbeitgeber Beiträge einbehalten, aber nicht abgeführt, so hat man dennoch einen Anspruch auf Anrechnung dieser Zeiten.

Hinsichtlich von Ausbildungszeiten und Schulzeiten kann man sich bei fehlenden eigenen Belegen an die Schulämter, Hochschulen oder Kammern der Industrie, des Handwerks oder Handels wenden.