Rentenversicherungsträger

Die gesetzliche Rentenversicherung hat keine einheitliche Organisationsform bzw. besteht nicht nur aus einem einzigen Träger. Es gibt also nicht "die" Rentenversicherung als juristische Person bzw. Institution. Im Gegenteil: die gesetzliche Rentenversicherung besteht aus verschiedenen Rentenversicherungsträgern, etwa der Rentenversicherung Bund, den Rentenversicherungsanstalten der Länder.

Das deutsche Rentensystem beruht auf dem sogenannten Generationenvertrag. Das bedeutet, dass die junge, arbeitende Generation die Rentenleistungen der Ruheständler bezahlt. Die Rentenbeiträge werden also nicht gespart, sondern im gleichen Monat noch als Rentenleistung an die anspruchsberechtigten Versicherten ausgezahlt. Nichtsdestotrotz besteht für den einzelnen Rentenversicherten selbstverständlich ein Rentenkonto. Dort werden allerdings nur die Beitragszeiten und die Höhe der Beiträge verbucht. Es steht kein auszahlbares Guthaben zur Verfügung.

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil

In die Rentenversicherung zahlen die Arbeitnehmer mit ihrem prozentualen Beitrag vom Bruttolohn und die Arbeitgeber mit den Arbeitgeber-Anteilen ein. Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile sind gleich hoch. Derzeit betragen beide Anteile 9,45 Prozent vom Bruttolohn. Insgesamt beträgt der Beitragssatz zur Rentenversicherung somit 18,9 Prozent des Brutto-Einkommens.

Beitragsbemessungsgrenze

Rentenbeiträge vom Einkommen werden jedoch nur bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Das ist eine Obergrenze. Das bedeutet, dass das Einkommen, das oberhalb dieser Grenze liegt, nicht für den prozentualen Rentenbeitrag berücksichtigt wird. Sehr hohe Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze haben damit keinen Einfluss auf die Höhe der späteren gesetzlichen Rente.

Beitragshöhe

Die Höhe der Beiträge wird von der Bundesregierung auf Grundlage der Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung festgesetzt.

Da gegenwärtig nicht alle Beiträge ausreichen um die Rentenansprüche aller Rentenversicherten zu bedienen, kommt der Bundeszuschuss hinzu, der das Defizit in der Rentenkasse ausgleicht.

Da es sich bei dem Rentenkonto nicht um ein Sparkonto handelt, bekommt man auch keine Zinsen auf die eingezahlten Beiträge. Aus den monatlich eingezahlten Geldern werden, wie dargestellt, die aktuellen Renten gezahlt. Ist man in einigen Jahren selbst anspruchsberechtigt, so sind es die künftigen Beitragszahler, die dann die eigene Rente finanzieren.