Jährliche Rentenanpassung

Jedes Jahr zum 1. Juli wird eine Rentenanpassung durch die Bundesregierung vorgenommen, wenn sich die Entwicklung der Löhne und Gehälter ändert. Dass muss nicht immer eine Rentenerhöhung sein. Nach dem Rentenbericht ist jedoch auch für die kommenden Jahre mit einer Rentenerhöhung zu rechnen. Diese wird im Schnitt 2 Prozent betragen.

Rentenerhöung 2017

Auch im Jahr 2017 werden die Renten wieder steigen. Nach den jüngsten Prognosen dürfte die Rentenerhöhung 2017 bei 1,5 bis 2,0 Prozent liegen.

Rentenerhöhung 2016

Im Jahr 2016 gibt es eine starke Rentenerhöhung. Die Bundesregierung hat der Erhöung bereits zugestimmt. Der Bundesrat muss noch folgen. Die Werte lesen Sie hier: Rentenerhöhung 2016.

Rentenerhöhung 2015

Auch im Jahr 2015 gab es eine Rentenanpassung. Die genauen Zahlen finden Sie hier: Rentenerhöhung 2015

Tabelle: Rentenerhöhung zum 1. Juli

Jahr Renten West Renten Ost
2014 1,67 % 2,53 %
2015 2,1 % 2,5 %
2016 4,25 % 5,95 %
2017 1,5 % 2,0 %

Renten steigen im Juli 2017

Um ca. 1,5 Prozent im Westen und um ca. 2,0 Prozent im Osten stiegen die Renten der gut 20,5 Millionen Rentner am 1. Juli 2017. Das war von der Deutschen Rentenversicherung Bund zu vernehmen.

Bei einer Monatsrente von 800 Euro führt dies zu Mehreinnahmen von brutto 16 Euro im Osten und 12 Euro im Westen. Die Inflation lag zuletzt bei 1,2 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten Rentner im Osten 5,9 Prozent und im Westen 4,2 Prozent mehr Rente erhalten. Bereits im Jahr 2012 fiel die Rentenerhöhung im Osten höher als im Westen aus, damals allerdings nur geringfügig.

Der Grund für die höhere Rentenanpassung in den neuen Bundesländern ist die dafür maßgebliche Lohnentwicklung, die im Osten höher als im Westen ausfiel. Außerdem spielen noch einige zusätzliche Faktoren eine Rolle. Das Rentenniveau im Osten beläuft sich zum 1. Juli dann auf 94,1 Prozent des Wertes im Westen.

Bundesregierung und Bundesrat müssen Rentenerhöung 2017 zustimmen

Der Bundesrat muss die Zustimmung zur zu erlassenden Rentenanpassungsverordnung der Bundesregierung für 2017 gegeben. Damit erst kann die Bundesregierung die Rentenerhöhung durch Rechtsverordnung in Kraft setzen.

Künftige Rentenentwicklung

Wegen der Alterung der Gesellschaft wird es in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Rentner und immer weniger Einzahler in die Rentenkassen gebeb. Die Armut ist in den letzten 10 Jahren bei den Rentnern um 47,5 Prozent gestiegen. Die Armutsquote bei den Senioren liegt mit 14,3 Prozent allerdings etwa einen Prozentpunkt unter der der Gesamtbevölkerung.

Die Beiträge für die gesetzliche Rente werden in absehbarer Zeit nicht erhöht werden. Auch werden keine Steuergelder für die Rentenkasse eingesetzt.

Dagegen sollen die Betriebsrenten ausgeweitet werden, die gegenwärtig knapp 18 Millionen Beschäftigte beanspruchen können.

Auch hinsichtlich der Flexibilisierung des Renteneintrittsalters wird es Änderungen geben.

Aus allem folgt, dass eine private Vorsorge immer wichtiger wird. Die gesetzliche Rente wird sich mehr und mehr der staatlichen Grundsicherung im Alter(Sozialhilfe) angleichen.

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil

In die Rentenversicherung zahlen die Arbeitnehmer mit ihrem prozentualen Beitrag vom Bruttolohn und die Arbeitgeber mit den Arbeitgeber-Anteilen ein. Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile sind gleich hoch. Derzeit betragen beide Anteile 9,45 Prozent vom Bruttolohn. Insgesamt beträgt der Beitragssatz zur Rentenversicherung somit 18,9 Prozent des Brutto-Einkommens.

Beitragsbemessungsgrenze

Rentenbeiträge vom Einkommen werden jedoch nur bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Das ist eine Obergrenze. Das bedeutet, dass das Einkommen, das oberhalb dieser Grenze liegt, nicht für den prozentualen Rentenbeitrag berücksichtigt wird. Sehr hohe Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze haben damit keinen Einfluss auf die Höhe der späteren gesetzlichen Rente.

Beitragshöhe

Die Höhe der Beiträge wird von der Bundesregierung auf Grundlage der Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung festgesetzt.

Da gegenwärtig nicht alle Beiträge ausreichen um die Rentenansprüche aller Rentenversicherten zu bedienen, kommt der Bundeszuschuss hinzu, der das Defizit in der Rentenkasse ausgleicht.

Da es sich bei dem Rentenkonto nicht um ein Sparkonto handelt, bekommt man auch keine Zinsen auf die eingezahlten Beiträge. Aus den monatlich eingezahlten Geldern werden, wie dargestellt, die aktuellen Renten gezahlt. Ist man in einigen Jahren selbst anspruchsberechtigt, so sind es die künftigen Beitragszahler, die dann die eigene Rente finanzieren.