Arten der Krankenversicherung für Rentner

Gesetzlich

Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, und müssen von ihrer Rente Krankenkassenbeiträge zahlen. Der Beitrag beträgt für alle Krankenkassen einheitlich 15,5 Prozent vom Einkommen. Einige Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag.

Bei pflichtversicherten Rentnern trägt die Rentenkasse 7,3 Prozent des Beitrags. Der einzelne Rentner muss 8,2 Prozent aufbringen.

Bei freiwillig Versicherten gilt das gleiche.

Die Beitragshöhe richtet sich nach dem allgemeinen Beitragssatz der Krankenkasse und nach der Höhe der Rente. Bezieht man mehrere Renten, so werden von jeder Rente Beiträge zur Krankenkasse einbehalten, etwa wenn man eine Witwen- und eine eigene Altersrente bezieht.

Privat

Unter Umständen kommt auch eine private Krankenversicherung für Rentner in Betracht, wenn die Voraussetzungen für eine Pflichtmitgliedschaft oder freiwilliger Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner nicht vorliegen.

Krankenversicherungscheck für künftige Rentner

Wie ist man als Rentner krankenversichert?

Die (finanziell) entscheidende Frage, die hinter dieser Frage steht, lautet: pflichtversichert oder freiwillig versichert? Oder muss man sich gar privat versichern? Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, zahlen weniger als freiwillig versicherte Rentner.

Hier unser Krankenversicherungscheck für künftige Rentner:

Gegenwärtige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse

Besteht gegenwärtig eine gesetzliche Krankenversicherung?

Ja, ich bin gegenwärtig gesetzlich krankenversichert.
Nein, ich bin gegenwärtig nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Art der gegenwärtigen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung

Sie sind gesetzlich krankenversichert.

Besteht eine Pflichtversicherung?

Ja, es besteht eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Nein, ich bin nicht pflichtversichert in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern freiwillig versichert.

Alter

Liegt ihr gegenwärtige Alter über 55 Jahre?

Ja, ich bin schon über 55 Jahre alt.
Nein, ich bin noch nicht älter als 55 Jahre.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Besteht eine Möglichkeit, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzutreten, also in ein Arbeitsverhältnis, in dem monatlich mehr als 450 Euro verdient wird?

Ja, ich kann ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen.
Nein, ich kann kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen.

Dauer der gesetzlichen Krankenversicherungszeit

90 Prozent in der 2. Berufshälfte in der Gesetzlichen Krankenversicherung?

Waren Sie zeitlich zu 90 % in der 2. Berufshälfte Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung?

Ja, ich war in der 2. Hälfte meines Berufslebens zeitlich zu 90 Prozent Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Nein, ich war in der 2. Hälfte meines Berufslebens zeitlich weniger als zu 90 Prozent Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Pflichtversicherung in der KVdR

Sie sind pflichtversichert in der KVdR.

 

 

 

 

Freiwillige Versicherung in der KVdR

Sie sind freiwillig in der KVdR krankenversichert.

 

 

 

 

Keine gesetzliche Krankenversicherung möglich

Eine Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist nicht möglich, auch nicht freiwillig. Sie müssen sich privat krankenversichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Familienversicherung für Rentener

Rentner bleiben familienversichert, wenn sie die Vorversicherungszeit für eine eigene Pflichtversicherung nicht erfüllen und ihr Einkommen monatlich 385 Euro nicht überschreitet. Das sind 1/7 der monatlichen Bezugsgröße (2013: 1/7 von 2.695 €).Haben sie einen Minijob, so liegt die Einkommensgrenze bei 450 Euro.

Ist das Einkommen höher, so werden die bisher Familienversicherten mit dem Rentenbeginn pflichtversichert, unabhängig von der Höhe ihrer eigenen Rente.

Das gilt allerdings nur dann, wenn sie die notwendige Vorversicherungszeit erfüllen. Andernfalls müssen sie sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern.

Pflegeversicherung

Neben den Beiträgen zur Krankenversicherung werden von der Rente auch Beiträge zur Pflegeversicherung einbehalten. Hierzu gibt es keine Hilfe von der Rentenversicherung. Das bedeutet, dass sowohl pflichtversicherte als auch freiwillig versicherte Rentner den Beitragssatz von 1,95 Prozent vollständig selbst tragen müssen. Kinderlose Rentner zahlen 2,2 Prozent.

Vorversicherungszeit

Erfüllt man die Voraussetzungen für die Aufnahme in die KVdR nicht, hat also nicht genügend Vorversicherungszeiten, so muss man sich um den Krankenversicherungsschutz selbst bemühen. Man kann sich bei der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse freiwillig weiterversichern oder eine private Krankenversicherung abschließen.

Egal, welchen Weg man beschreitet, man erhält von der Rentenversicherung einen Zuschuss, allerdings nur auf die Beiträge der Krankenversicherung aus der gesetzliche Rente, nicht zu denen, die auf Betriebsrenten beruhen.

Hinterbliebene Ehegatten erfüllen die Vorversicherungszeit, wenn der Verstorbene eine Rente bezog und eine Pflichtversicherung gegeben war. War das nicht der Fall, so muss der Witwer oder die Witwe selbst die Vorversicherungszeit nachweisen.

Wechsel der Krankenversicherung

Als gesetzlich versicherter Rentner kann man innerhalb der Kündigungsfristen von 18 Monaten jederzeit die Krankenkasse wechseln. Das ist unabhängig davon, ob man pflichtversichert oder freiwillig versichert ist.

Ist man hingegen privat krankenversichert, so kann man lediglich zu einer anderen privaten Krankenversicherung wechseln, nicht aber in die gesetzliche Krankenversicherung.

Ist der Beitrag zu hoch, so kann man in den Standardtarif der eigenen privaten Versicherung wechseln. Dieser Standardtarif ist so hoch, wie der Höchstbeitrag für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Personen. Er orientiert sich also an der dortigen Beitragsbemessungsgrenze.