Wann wird die Rente gekürzt?

Überschreitung des Hinzuverdienstes

Bei einem Zuverdienst, der die zulässigen Grenzen überschreitet, wird die Rente nach einem bestimmten Rechenschema gekürzt. Es gelangen dann nur noch zwei Drittel, die Hälfte oder ein Drittel der Rente zur Auszahlung. Die genaue Höhe der Kürzung ist davon abhängig, wie viel der Frührentner vor der Rente verdient hat. Je höher der Verdienst war, desto höher liegt die Zuverdienstgrenze. Dabei kommt es auf den durchschnittlichen Verdienst der letzten drei Jahre vor Rentenbeginn an.

Hat man durchschnittlich verdient, also jährlich einen Entgeltpunkt erzielt, so darf man für eine Zwei-Drittel-Rente 1050 Euro verdienen, in Ostdeutschland nur 960 Euro.

Hat man überdurchschnittlich verdient, beispielsweise 2 Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto gutgeschrieben bekommen, so darf man für eine Zwei-Drittel-Rente ca. 2100 Euro im Westen uznd 1800 Euro im Osten hinzu verdienen.

Hat man unterdurchschnittlich verdient, also jährlich weniger als einen Entgeltpunkt auf seinem Rentenkonto gutgeschrieben erhalten, so darf man darf man beispielsweise für eine Zwei-Drittel-Rente lediglich ungefähr 535 Euro verdienen, in Ostdeutschland sogar nur ca. 480 Euro.

Solaranlage und Frührente

Einnahmen aus dem Betrieb einer Solaranlage werden auf eine schon vor der Regelaltersgrenze gezahlte Altersgrenze angerechnet.

Die Einnahmen aus der Solaranlage können also dazu führen, dass bereits gezahlte Renten zurückgezahlt werden müssen, wenn die Hinzuverdienstgrenze von aktuell 450 Euro pro Monat überschritten wird. Hierzu gibt es ein Urteil des Sozialgerichts Mainz, Az. S 15 R 389/13.