Arbeitslos in Rente

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres kann man wegen Arbeitslosigkeit eine vorgezogene Rente beantragen. Allerdings wird diese Rente ab dem Geburtsjahrgang 1946 bis zum Geburtsjahrgang 1948 in monatlichen Schritten auf 63 Jahre angehoben. Das gilt allerdings nicht, wenn man vor 1952 geboren ist und vor 2004 einen Altersteilzeit- oder Aufhebungsvertag abgeschlossen hat oder vor 2004 arbeitslos war.

Die vorgezogene Rente wegen Arbeitslosigkeit wird nur noch für die Geburtsjahrgänge bis 1952 gezahlt. Später Geborene haben keinen Anspruch mehr.

Erwähnenswert ist, dass die Arbeitsagentur einen Rentenantrag stellen kann und es dadurch zu einem zwangsweisen Rentenbezug kommen kann.

Die Frührente wegen Arbeitslosigkeit wird um 0,3 Prozent pro Monat gekürzt, den man vor Erreichen der eigentlichen Altersgrenze in Rente geht.

Eine Voraussetzung für den Bezug der Rente wegen Arbeitslosigkeit ist die Erfüllung einer Wartezeit von 15 Jahren. Zudem müssen in den letzten 10 Jahren vor dem 60. Geburtstag wenigstens 8 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt worden sein.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass man nach Vollendung des 58. Lebensjahres und 6 Monaten insgesamt 52 Wochen lang arbeitslos gewesen ist.

Unerheblich ist, ob man während der Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet war oder ob man Arbeitslosengeld I erhalten hat.