Rente mit 70

Aufgrund des Fachkräftemangels ist von Seiten der Bundesagentur für Arbeit eine Rente mit 70 auf freiwilliger Basis ins Gespräch gebracht worden.

Es müsse zusätzliche Anreize geben, um eine Beschäftigung über das gesetzliche Rentenalter hinaus attraktiver zu machen. Es müsse flexible Ausstiege aus dem Erwerbsleben in Rente geben.

Die Rente mit 70 sei als Gegenpol zu der Rente mit 63 zu sehen. Es müsse Anreize dafür geben, dass Arbeitnehmer, die fit sind, freiwillig arbeiten können.

Nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit gingen Ende Juni 2016 knapp 173.000 Ältere zwischen 65 und 74 Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. In der Altersgruppe von 65 bis 69 waren es 130.000.

Nach Erkenntnissen von Arbeitsmarkforschern gibt es für Ältere unterschiedliche Motive, weiterhin ihren Beruf auszuüben. Für einige spielt die Arbeit eine zentrale Rolle in ihrem Leben; für sie war die Trennung zwischen Arbeit und Privat schon immer fließend. Aber auch private Gründe würden zunehmend in den Vordergrund treten, etwa Kinder, die noch in Ausbildung seien.

Viele Wirtschaftswissenschaftler halten den späteren Renteneintritt von Fachkräften sogar für unvermeidlich. Die Ausweitung des Rentenalters über die 67 hinaus sei der nächste große Schritt.

Rentner, die freiwillige weiter arbeiten, sollen nach dem Willen vieler Politiker eine höhere Rente bekommen. Der flexible Übergang müsse rentensteigernd wirken. Die Erhöhung um einen Entgeltpunkt würde 23 Euro mehr an Rente im Monat bringen.